Futter-ABC

Hier entsteht ein kleines Lexikon von A-roma bis Z-usatzstoffe.

 

A

Aroma. Aromen können z.B. verwendet werden, wenn der Eigengeschmack des Tierfutters nicht ausreicht, um Hund oder Katze zum Fressen dieses Futters zu bewegen. Auch ein unerträglicher Eigengeschmack des Futters kann so übertönt und das Tier somit getäuscht werden. Der Gesetzgeber lässt verschiedene Aroma-Bezeichnungen zu:

„Natürliches Aroma“ = Dieses Aroma ist natürlich hergestellt, muss aber nicht aus dem eigentlichen Produkt hergestellt sein. So ist z.B. ein Fleisch-Aroma – auch wenn es aus Pilzkulturen, Bakterien oder aus den Ausscheidungen von Insekten gewonnen wird – ein „Natürliches Aroma“.

„Naturidentisches Aroma“ = Synthetisch erzeugtes Aroma. Die Bezeichnung ist dann erlaubt, wenn der künstliche Aromastoff mit mindestens einer der im Naturprodukt vorhandenen Substanzen chemisch identisch ist.

„Künstliches Aroma“ = Synthetisch hergestellt, kommt in der Natur nicht vor, hat chemisch keine Übereinstimmung mit dem durch das Aroma vorgetäuschte natürliche Produkt.

Der genaue Aromastoff muss erst bei einem Anteil von über 2 % angegeben werden. Da die Aromastoffe extrem hoch konzentriert sind, werden die 2 % in der Praxis wohl kaum erreicht und somit ist die Angabe nicht nötig.

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Artgerechte Ernährung des Hundes. Der Hund ist von Natur aus ein Fleischfresser, ernährt sich teilweise aber auch von Fischen, Würmern, Pflanzen, Insekten und auch von Exkrementen anderer Tiere. Der Wolf oder Wildhund frisst nahezu das ganze Tier, mit allen Innereien, Darm und Darminhalt. Schwer Verdauliches, wie Haut, Haare, Sehnen und sehr feste Knochen lässt er liegen; daher haben diese Produkte in einem guten Hundefutter nichts zu suchen, sind aber dennoch in vielen Futtermitteln versteckt enthalten. Häufig werden diese Inhaltsstoffe als „tierische Nebenerzeugnisse“ auf dem Etikett deklariert.

Hunde sind Aasfresser. Der Wildhund fängt den Hasen und frisst zunächst den Darm mit Inhalt und die Innereien. Dann wird der Hase vergraben und sich selbst und den Maden überlassen. Später wird das Beutetier wieder ausgegraben und samt Würmern und Maden nahezu komplett verspeist, zurück bleiben Sehnen, sehr feste Knochen, Haut und Haare.

Gute Hundenahrung sollte diesem Vorbild aus der Natur „nachempfunden“ sein. Das geht allerdings soweit, dass manchen Futtersorten künstliches Aas-Aroma beigefügt wird, damit es vom Hund überhaupt angenommen wird.

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Artgerechte Ernährung der Katze. Auch die Katze ist kein reiner Fleischfresser. Zusammen mit ihren Beutetieren, meist Nager und Vögel, verzehrt sie auch dessen Innereien, Knochen und Verdauungsorgane samt Inhalt. Über den Mageninhalt der Beutetiere frisst die Katze auch Getreide, Pflanzenteile und Insekten.

Qualitäts-Katzennahrung sollte also diesem Naturvorbild möglichst entsprechen. Somit kommt also Dosenkost mit 4% Fleischanteil kaum in Frage. Da die Beute-Maus in der Natur nicht mit Zucker bestreuselt oder in Sojamehl gewälzt ist, dürfen auch diese Bestandteile nicht ins Katzenfutter. Die Beute wird „frisch“ verzehrt, so sollten auch die Rohstoffe für das Katzenfutter „frisch“ verarbeitet werden, damit die wertvollen und lebensnotwendigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente erhalten bleiben. Chemische Konservierungsstoffe sind Tabu!

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B

BARF. Die Anhänger der BARF-Bewegung füttern Ihre Hunde mit Rohfleisch. Dazu ebenso rohes Gemüse, Getreide und verschiedene Ergänzungen wie Kräuter, Vitamine und Öle. Die Problematik liegt in der RICHTIGEN Zusammenstellung und Ausgewogenheit der einzelnen Nährstoffe, damit es beim Tier nicht zu Mangelerscheinungen kommt. Ein hochwertiges Fertigfutter plus natürliche Nahrungsergänzungen kann u.U. eher die Sicherheit der umfassenden Versorgung mit allen nötigen Vitalstoffen gewährleisten als das unüberlegte Zusammenfügen einzelner Nahrungsmittel.

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Blaualgen. (Cyanophyceae) Im eigentlichen Sinne keine Algen, sondern einzellige Lebewesen. Leben meist in Kolonien oder langen Ketten zusammen. Die bekannteste Art ist die Spirulina. Sie lebt hauptsächlich in den salzhaltigen Seen subtropischer Klimazonen. Da sie in riesigen Mengen als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Pulver oder Tabletten gebraucht wird, erfolgt inzwischen schon ein Anbau in riesigen Aquarien.

Bei einem Eiweissgehalt von 60 bis 70% ist der Cholesteringehalt äußerst niedrig.

Mineralstoffe und Spurenelemente: Bor, Calcium, Chlor, Chrom, Eisen, Fluor, Germanium, Jod, Kalium, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Molybdän, Natrium, Nickel, Phosphor, Selen, Silicium, Titan, Vanadium, Zink, Zinn.

Vitamine: Provitamin A, B1, B2, B6, B12, C, Niacin, Folsäure, Cholin, Inositol, Pantothensäure, Biotin, Vitamin E 0,2 IU, d-CA Pantothenat. Dazu Nukleinsäuren und Fettsäuren.

Ausgewogen kombiniert mit anderen Meeresalgen ist die Spirulina eine optimale Nahrungsmittelergänzung für Mensch und Tier.

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Braunalgen. (Phaeophyceae) Diese Meeresalge kann von mikroskopisch klein bis zu 60 Meter lang werden. Die für die menschliche Nutzung bedeutende Art ist Ascophyllum nodosum (Knotentang).

Mineralstoffe und Spurenelemente: Antimon, Blei, Calcium, Cadmium, Chlor, Eisen, Kalium, Kobald, Kupfer, Mangan, Molybdän, Natrium, Nickel, Phosphor, Schwefel, Selen, Silicium, Vanadium, Zink, Zinn. Vitamin A, Vitamin B, Vitamin C.

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E

Entwurmung. Bei der chemischen Entwurmung durch den Tierarzt oder eigene Verabreichung von Medikamenten werden die Würmer vergiftet und tot ausgeschieden. Nach dieser Gewalt-Kur braucht der Stoffwechsel von Hund und Katze einige Wochen der Erholung. Ein Tier, dass – wie manchmal üblich – alle 3 Monate entwurmt wird, steht also einen großen Teil seines Lebens unter Einfluss von Giften. Eine Alternative zur chemischen Keule ist die Entwurmung durch Kräutermischungen (z.B. Purgerbe). Diese Entwurmung beginnt vorzugsweise bei Vollmond und dauert weitere 4 Tage. Dabei werden durch eine Vitalisierung der Darmschleimhaut die Würmer lebend aus dem Darm ausgeschieden.

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F

Futterwechsel. Wenn Sie Ihr Haustier vom billigen Supermarktfutter auf hochwertige Tiernahrung umstellen möchten, nehmen Sie sich einige Tage Zeit. Mischen Sie zunächst nur etwa ¼ der neuen Kost mit dem alten Futter zusammen. So nach und nach steigern Sie den Anteil des neuen Futters. Innerhalb von 2 Wochen hat sich der Verdauungstrakt an das hochwertige Futter gewöhnt. Nach der Umstellung sollten Sie – auch zwischendurch – das Billigfutter nicht mehr füttern. Die Verdauung des Tieres müsste sich jedes Mal wieder umstellen

Wenn Sie von einem Tag auf den anderen das Futter wechseln, kann es zu Verdauungsstörungen wie Durchfall oder auch Verstopfung kommen. Viele Billig-Futter enthalten sehr schwer verdauliche Inhaltsstoffe, oft überwiegend „Füllstoffe“, um den 4% Fleischanteil auf 100% Doseninhalt anzuheben. Da Ihr Tier diese Stoffe selbst kaum verdauen kann, sind weitere „Hilfsstoffe“ enthalten, die dem Futter den Weg durch den Verdauungstrakt ebnen. Durch diesen massiven Einsatz von „Verdauungsbeschleunigern“ verliert der Darm seine eigenen Verdauungskräfte. In dem neuen, hochwertigen Futter fehlen selbstverständlich diese Zutaten, Hund und Katze müssen erst wieder „lernen“, eigene Enzyme zu bilden und die Verdauung selbst zu organisieren.

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G

Grünalgen. (Chlorophyta) Die meisten Grünalgen findet man im Plankton des Süsswassers. Sie sind eine wichtige Nahrungsgrundlage für Meeressäugetiere, aber auch von erheblicher Bedeutung für Mensch und Tier. Die bedeutenste Art mit ihren über 50 Inhaltsstoffen ist die Chlorella. Sie enthält ca. 50% hochwertiges pflanzliches Eiweiß. Neben den Mineralstoffen und Spurenelementen Eisen, Phosphor, Zink und Kupfer enthält sie einen großen Anteil der Vitamine A, B, C, E und K. >Meeresalgen

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J

Jod > Das meiste Jod ist im Körper in der Schilddrüse gebunden, wo es für die Biosynthese des Hormons Thyroxin benötigt wird, das für die Regulierung der Stoffwechselrate und der Wärmeerzeugung lebensnotwendig ist. Jodmangel verursacht eine Vergrößerung der Schilddrüse (Kropf) und im schlimmsten Fall Kretinismus. Zur Prophylaxe wird in jodarmen Ländern Speisesalz mit Jod versetzt. Andererseits sind höhere Jodmengen giftig, stören Fortpflanzung und Bildung von Muttermilch und können Erkrankungen der Schilddrüse hervorrufen.

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K

Katzengras. Bei der regelmäßigen Körperpflege nehmen die Tiere Fellhaare auf und verschlucken diese. Im Verdauungstrakt bilden sich dabei Haarballen, die von der Katze wieder erbrochen werden können. Wenn der Haarballen schon sehr weit in den Verdauungstrakt gelangt ist, kann er nicht mehr erbrochen werden und es besteht Verstopfungsgefahr. Das Fressen von Gras fördert das Erbrechen und als Ballaststof ist das Gras auch gut für die Darmbewegung.

Der bequemere Weg ist sicher die Fütterung von Maltpaste. Diese enthält jedoch oft Konservierungsmittel und Antioxidationsstoffe. Daher ist das Katzengras mit Sicherheit die gesündere Wahl.

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L

Leber ist in der Tiernahrung eines der hochwertigsten Nahrungsmittel. Da die Leber jedoch als Entgiftungsorgan häufig mit Schwermetallen, Toxinen und anderen Schadstoffen belastet ist, sollte der Anteil von 5% der täglichen Nahrungsmenge nicht überschritten werden.

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M

Maltpaste. >Katzengras

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Meeresalgen. Universelle Nahrungsergänzung für Mensch & Tier. Vor Milliarden von Jahren ist alles Leben auf dieser Erde aus dem Meer entstanden. Kein Naturprodukt ist so reichhaltig an Spurenelementen, Vitaminen und Mineralien. Mensch und Tier brauchen diese "Baustoffe", fehlen jedoch einige, treten Mangelerscheinungen auf, die den Organismus schädigen.

In den verschiedenen Algen sind unterschiedliche Lebens-Bausteine enthalten. Erst die richtige Kombination und Wechselwirkung dieser lebenswichtigen Stoffe garantiert die heilende und gesundheitsfördernde Wirkung.

Algenpulver kann dem Tierfutter beigemischt werden und stärkt so das Immunsystem durch die maximale Versorgung mit Zellbausteinen.

Näher beschrieben werden hier die

Grünalgen  Rotalgen  Braunalgen  Blaualgen

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Milch. Ihr Hund entscheidet selbst, ob er Milch mag. Wegen der Gefahr von Durchfall sollte sie nie zusammen mit Fleisch gefüttert werden.

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Mineralstoffe. anorganische Bestandteile der Nahrung insbesonders in Form von Salzen, die für den Ablauf der Stoffwechselvorgänge unerläßlich sind. Wichtigste Mineralien: Verbindungen von Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlor sowie die Spurenelemente.

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P

PETA. People for the Ethical Treatment of Animals, ( Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren ). Diese internationale gemeinnützige Tierrechts-Organisation wurde 1980 gegründet. Büros gibt es in in Norfolk, VA, San Francisco, CA, London, Den Haag, Hongkong und Stuttgart, Mitgliederzahl über 1 Million. Ziel der Organisation ist es, durch Aufklärung, Veränderung der Lebensweise und Aufdecken von Tierquälerei jedem Tier zu einem besseren Leben zu verhelfen.

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Purgerbe. Kräutermischung zur inneren Reinigung, Blutbildverbesserung und Abführmittel. Verhindert, dass sich Eingeweidewürmer bilden, hilft als sanfte Entwurmung. Wirkt beruhigend auf den Magen und wirkt so Verdaungsstörungen entgegen.

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R

Rohasche ist die Gesamtheit der in der Nahrung enthaltenen Mineralstoffe.

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Rohfaser > Ballaststoffe für die Verdauungsorgane. Regelmäßige Aufnahme ist für eine geregelte Verdauung unverzichtbar, sie binden Giftstoffe im Darm und bewirken Kotregulierung - zu hohe Gehalte bedingen hohe Kotmengen. Die unverdaulichen Bestandteile des Futters oder Ballaststoffe. Hierfür können Stroh, Cellulose oder Erdnusshülsen verwendet werden. Rohfasern vermitteln lediglich ein Sättigungsgefühl ohne mit wichtigen Stoffen zu versorgen. In hochwertigem Futter sind oft "Zuckerrübentrockenschnitzel" (Faserreste aus der Zuckerrübenverarbeitung), was die Verdauung von Katzen und Hunden eher fördert.

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Rohfett bezeichnet den gesamten Anteil aus dem enthaltenen Fleisch, den Nebenerzeugnissen und den Ölen. Allein aus dem Anteil des Rohfettgehaltes lassen sich keinerlei Rückschlüsse auf die Qualität des Futter ziehen. Ein Beispiel: Soja ist ein guter Fettlieferant und auf dem Weltmarkt günstig zu bekommen. Unglücklicherweise führt Soja bei vielen Tieren zu Verdauungsstörungen und ist häufig bereits Genmanipuliert. Es treten vermehrt Fälle von Unverträglichkeitsreaktionen auf.

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Rohprotein > Dies ist der gesamte Eiweißanteil aus den tierischen und pflanzlichen Inhaltsstoffen. Die Mischung macht's. Ein Teil der Eiweißzutaten sind sowohl für den Hund als auch für die Katze unverdaulich und dienen lediglich als Füllstoff. Stroh oder Erdnussabfälle machen für den Moment satt, aber das Tier wird nicht mit den lebensnotwendigen Vitaminen und Spurenelementen versorgt.

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Rotalgen. (Rhodophyta) Die für die Ernährung von Mensch und Tier wichtigste Art ist die Lithothamnion calcareum. Sie besteht aus bis zu 80& Calciumcarbonat und bis zu 15% aus Magnesiumcarbonat.

Alle Mineralstoffe und Spurenelemente: Antimon, Blei, Calcium, Cadmium, Chlor, Eisen, Kalium, Kobald, Kupfer, Mangan, Molybdän, Natrium, Nickel, Phosphor, Schwefel, Selen, Silicium, Vanadium, Zink, Zinn. >Meeresalgen

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S

Selbstgekochtes Hundefutter ist sicher nicht verkehrt – wenn es denn RICHTIG gemacht wird. Der Hund braucht eine ausgewogene Kost um ALLE Nährstoffe, Mineralien und Vitamine in der richtigen Menge und auch im richtigen Mengen-Verhältnis zu erhalten. Wenn also selbstgekocht, dann genau nach den in Fachbüchern von Tierernährungsexperten enthaltenen Rezepten. Viele lebensnotwendige Nährstoffe können einzeln nicht verwertet werden, erst in der richtigen Zusammenstellung und im richtigen Verhältnis zueinander werden sie wirksam. Die Anhänger der BARF-Technik beschäftigen sich mit dieser Thematik, allerdings wird dort das Futter nicht gekocht, sondern als Rohfleisch zusammengestellt.

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Spirulina. >Blaualgen

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Spurenelemente. chem. Elemente, die nur in winzigen Mengen in Lebewesen vorkommen, jedoch großenteils lebenswichtig sind. Für Menschen, Tiere, meist auch Pflanzen notwendige Sp. sind: Eisen, Fluor, Jod, Kobalt, Kupfer, Magnesium, Mangan, Vanadium, Zink; für Pflanzen außerdem: Aluminium, Bor, Molybdän, Silicium, Chlor. Der Bedarf an Sp. ist für die versch. Lebewesen unterschiedlich. Vielfach scheinen Sp. an enzymatischen Wirkungsweisen (Enzyme) beteiligt zu sein, ihr Fehlen kann Krankheiten zur Folge haben; so erzeugt Borsäuremangel bei Zucker- und Futterrüben Herzfäule, bewirkt Kupfermangel auf sauren Heidemoosböden die "Urbarmachungskrankheit" mit geringem Körnerertrag des Getreides. Jodmangel führt beim Menschen zur Kropfbildung, Eisenmangel zu Störungen der Blutbildung.

Eisen für Blutfarbstoff und Muskelfarbstoff
Kupfer für Blut- und Pigmentbildung
Zink für Skelett und Enzymwirksamkeit
Mangan ebenfalls für Enzymwirksamkeit
Jod für Schilddrüsenhormone
Selen für Zellstoffwechsel.

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Stoffwechsel > die auf chemischen und physikalischen Vorgängen beruhenden Umsetzungen im Organismus zwischen Nahrungsaufnahme und Ausscheidung. Der Stoffwechsel mit dem damit verbundenen Energiewechsel ist unerläßlich für alle Lebensvorgänge. Als anorganische Verbindungen sind u.a. Mineralstoffe notwendig: zusammengesetzt vor allem aus Natrium, Kalium, Magnesium, Calcium, Chlor sowie verschiedene Spurenelemente. Nur die Pflanzen sind in der Lage, sich autotroph zu ernähren, d. h. aus anorganischen Stoffen organische aufzubauen. Menschen und Tiere ernähren sich heterotroph; sie können organische Verbindungen nicht selbst aufbauen, sind daher auf pflanzliche Ernährung angewiesen, entweder als Pflanzenfresser oder indirekt als Fleischfresser (höherer Energiegewinn).

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T

Taurin muss im Katzenfutter enthalten sein ! Anders als beim Hund, kann die Katze Taurin nicht selbst bilden. Taurin kommt nur in tierischem Gewebe vor, allein deshalb ist eine vegetarische Ernährung für Katzen nicht machbar. Ein Mangel an Taurin kann zu Herzschäden, Erblindung, Fruchtbarkeitsstörungen und Gehirnstörungen führen. Im kommerziell hergestellten Katzenfutter sollte Taurin ausreichend vorhanden sein. Bei der Selbstzubereitung von Futter kann Taurin zerstört werden.

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V

Vegetarische Ernährung für Hunde ist grundsätzlich möglich, aber nur schwierig zu realisieren. Der Hund ist ein Mischkostfresser und benötigt einen hohen Fleischanteil in der Nahrung. Der Magen des Hundes ist relativ groß, der anschließende Verdauungsweg recht kurz.

Der Magen produziert eine hoch konzentrierte Magensäure, damit bei der kurzen Verweildauer der Nahrung im Darm alle lebensnotwendigen Vitalstoffe daraus gewonnen werden können.

Der „Auslöser“ für die Produktion von Magensäure ist „Fleisch“, pflanzliche Stoffe regen den Magen weniger zur Produktion von Magensäure an.

Fehlt es an Magensäure, kann es bei der anschließenden „Vitalstoff-Gewinnung“ im Darm zu Störungen kommen. Mangelerscheinungen, Fehlgärung und Durchfall können die Folge sein.

Für eine ausreichende vegetarische Ernährung ist daher eine sehr sorgfältige Auswahl und Zubereitung des Futters notwendig. Entsprechende Literatur bietet der Buchhandel.

Eine Katze kann nicht vegetarisch ernährt werden, da nur im Fleisch das für die Katze lebensnotwendige Taurin enthalten ist.

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Vitamine sind lebenswichtige organische Verbindungen die überwiegend von Pflanzen gebildet werden. Vitamine können nicht durch andere Stoffe ersetzt werden, sie werden allgemein durch die Nahrung aufgenommen und werden nur selten vom Körper selbst aufgebaut. Durch falsche Behandlung der Nahrung können Vitamine zerstört werden, viele sind hitzeempfindlich, fett- oder wasserlöslich.

Vitamin A / Hautstoffwechsel, Sehvorgang

Vitamin D3 / Calcium Ein- und Ausbau des Skelettes

Vitamin E / Zellatmung, Zellstoffwechsel

Vitamin K / Blutgerinnung

Vitamin B1, B2, B6 / Kohlenhydrat und Eiweißstoffwechsel

Vitamin B12 / Blutbildung im Knochenmark

Phantothensäure und Niacin / Energiegewinnung in der Zelle

Biotin / Hautschutzvitamin

Folsäure / Aufrechterhaltung der Stoffwechselvorgänge

Chotin / für weitere Stoffwechselvorgänge

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Z

Zink ist Bestandteil und Aktivator vieler Enzyme. Zinkmangel führt zu Gesundheitsstörungen wie verzögerter Wundheilung, Beeinträchtigung des Immunsystems und Sehschwäche, wohingegen hohe Zinkzufuhr giftig ist. Rohes Fleisch und Vollkornprodukte sind gute Zinkquellen.

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Alle Angaben werden nach bestem Wissen gemacht. Die Artikel sollen informativ und leicht verständlich sein. Sie sind nicht als medizinische Hinweise oder Ratschläge gedacht. Jede Haftung ist daher ausgeschlossen.

Das "Futter-ABC" wird regelmäßig ergänzt und überarbeitet. Wenn Sie Verbesserungs- oder Ergänzungsvorschläge haben, senden Sie bitte eine Mail.

 

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